10.01.1953 - NZ "Hungrige Stühlinger"

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10.01.1953

die Zunft > 65 Jahre Narrenzunft

Auf den Tag genau vor 65 Jahren, am 10.Januar 1953 wurde die Narrengesellschaft Hohenlupfen aus der Taufe gehoben. 24 närrische Stühlingerinnen und Stühlinger haben sich an diesem Tag beim Ranzenwirt im Gasthaus Laule zur Gründungsversammlung getroffen

Julius Wessbecher wurde in dieser Gründungsversammlung als »Narrenvater« gewählt und übte dieses Amt zwei Jahre aus. Unterstützt wurde er von den nachfolgend genannten Gründungsmitgliedern:

Bernhard Bruder, Franz Schölderle, Leo  Utz, Martin Härder, Fridolin Hensler, Hermann Schultheiß, Fritz Kehl, Julius Roschmann, Richard Laule, Max Willin, August Fischer, Edmund Stachowiak, Ernst Vollminghoff, Ernst Kauffmann, Günther Vollminghoff, Hermann Würth, Hansi Körber, Ruth Kehl, Elisabeth  Fröhlich, Josef Weis, Franz Buche, Josef  Porten und Franz Stocker. An die Seite von Julius Wessbecher wurde in der Gründungsversammlung Elisabeth Fröhlich zur Narrenmutter gewählt.



Mit Beginn der Ära Wessbecher standen 11 Männer als Elferrat bereit, die Fasnet mitzugestalten und nahmen auf einem Fasnachtswagen Platz, der am Fasnachtsmendig den Umzug anführte und zwar bis zum Jahre 1958. Als Elferräte stellten sich zur Verügung: als Narrenvater Julius Wessbecher, Hermann Würth, Wilhelm Kornhaas, Ernst Kauffmann, Paul Schwengle, August Würth, Karl Krichbaum, Ernst Vollminghoff, Richard Laule, Wenzel Lang, Alfons Müllek, Josef Schule, Werner Böhler, Willi Groß, Hugo Kessler, Hans Waser.




Narrenvater Julius Wessbecher

Er war Narrenvater ab dem Jahre 1951. Julius Wessbecher konnte die im Jahre 1949 ins Leben gerufene Trommlergarde, wohl die erste dieser Art, und auch die im gleichen Jahr gegründete Ranzengarde in seine Ära übernehmen.

Auch den Bau von Fasnachtswagen, zwar im kleinen Stil, konnte er übernehen. Es wurden jeweils dem Jahres entsprechend sehr schöne und aufwendige Wagen gebaut, teilweise von Vereinen, aber auch von Geschäftsleuten.

         

Die im Jahre 1951 wieder auferstandene Hanselefigur als Lumpenhansele bereicherte die Stühlinger Fasnet. Eine Rückfrage bei Leo Utz ergab, daß er in seinem Wohnhaus - dem Haus Portulazi - auf dem Speicher ein Häs mit dem dazugehörenden Masken fand und diese Utensilien gaben dem Ganzen Gestalt.



Im Herbst 1953 ging unter Julius Wessbecher eine Abordnung mit Paul Schwengle, Fritz Kehl mit seiner Tochter Ruth zur Herbstversammlung nach Laufenburg ins Hotel Rebstock, um den Antrag auf Aufnahme in die Schwäbisch-Alemannischen Narrenvereinigung zu stellen. Dieser Antrag wurde aber wegen zu kurzer historischer Tradition abgelehnt.

In Stühlingen hat Fasnacht Tradition. Als ältestes Dokument kündet ein Fasnachtsplakat aus dem Jahre 1871 vom Alter der Stühlinger Fasnacht. Über gute und schlechte Zeiten hinweg haben sich hier jahrhundertealte schwäbisch-alemannische Fasnachtsbräuche wie Umzüge und Fasnachstspiele erhalten. Dieses Auf und Ab in der Stühlinger Narengeschichte zeigt, dass sich auch Narren in eine gewisse Ordnung einfügen müssen, damit es in der 5. Jahreszeit richtig rund gehen kann. Die Umtriebe am Schmutzige Dunschdig, an den Bällen oder am Fasnetmendig kommen nicht von ungefähr. Hier wird urwüchsiges Brauchtum organisiert und praktiziert, ein Erbe weiter von Generation zu Generation.
So findet auch in diesem Jahr wieder zweimal der Bunte Abend statt. Höhepunkt wird wie in den vergangenen Jahren der Fasnet-Mendig-Umzug sein.

 
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