Bändelufhänger - NZ "Hungrige Stühlinger"

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„Bändel ue - Bändel ab!"

Bunte Bändel und markige Sprüche: Die „Bändelufhänger" sind unterwegs
„Bändel ue - Bändel ab!" So tönt es stets zum Beginn der fünften Jahreszeit durch die Hohenlupfenstadt. Verursacher des fröhlichen Rufs sind die „Bändelufhänger". Seit 1974 kleiden sie die Strecke des Stühlinger Fasnachtsumzugs in ein erwartungsfrohes Narrengewand. Die führt nicht mehr wie früher vom Städtle ins Dorf, weshalb die Wimpel in den Hanselefarben nun in der Hauptstraße und der Hallauerstraße flattern. Zusätzlich thront eine ganze Schar frecher Lumpenpuppen auf möglichst spektakulären Plätzen.

Blitzidee zweier Fasnachtsnarren
Der Brauch, die Stühlinger Innenstadt zu dekorieren, nahm 1974 seinen Anfang. Er entsprang einer „Blitzidee" der alten Fasnachtsnarren Horst Krichbaum und Paul Heigl. Das Duo, erkennbar an seinen Bauhelmen, wollte der Fasnacht während der närrischen Tage ein weithin sichtbares Zeichen setzen und fand für dieses Anliegen sogleich Mitstreiter. Ausgerüstet mit der alten Feuerwehrleiter, einem Traktor von Roland Porten und einer selbstgebastelten Warnblinkleuchte, zogen die Pioniere in Sachen närrischen Straßenschmucks fröhlich los. Die Bändel stammten damals aus den Beständen verschiedener Stofffirmen der Umgebung, unter anderem aus dem Lager der Stühlinger Strickerei Steinmann, die notwendige Schnur kam aus der „Zwirnerei an der Wutach".

Die meisten Stühlingerinnen und Stühlinger zeigten sich begeistert von der Idee, geizten weder mit Ratschlägen noch mit der einen oder anderen Stärkung. Nur ein oder zwei Vorsichtige beschützten ihr Haus vor dem närrischen Treiben, weil sie Angst hatten, die „Bändelufhänger" könnten etwas beschädigen. Die Narrenzunft „Hungrige Stühlinger" lud die Truppe sogar zum Essen ein und bestärkte sie darin, künftig immer zu Fasnacht die Straßen zu dekorieren. Gesagt, getan.

Bunte Bändel, Wäsche, Stadtfarben und Hansele-Wimpel
Eine große Herausforderung war das erste Stühlinger Narrenteffen im Jahr 1981. Es galt doppelt so viel Umzugsweg zu dekorieren. Dafür sammelte der aktive Trupp Unterwäsche, Krawatten und alte Kleider, die den Straßen und Gassen ein malerisches Bild verpassten. Über mehrere Jahre lieferte die Zwirnerei Untereggingen Strickbändel in den Stühlinger Stadtfarben weiß und blau, bis sie 1996 von den oben erwähnten Hanselefarben abgelöst wurden. Die Beschaffung und Gestaltung der neuen Girlanden übernahmen Regina und Norbert Würth, die natürlich auf viele weitere helfende Hände zählen durften.

Gemeinsam stark: Die Macher und ihr Team
Auch das Management der „Bändelufhänger" veränderte sich im Lauf der Zeit. Auf Horst Krichbaum und Paul Heigl folgten Roland Heigl und Gerhard Isele. Als echte Narren waren sie von Anfang an dabei und hatten keine Mühe  die schweißtreibenden, aber nichts desto trotz lustigen  Einsätze zu organisieren. Als Gerhard Isele 2005 viel zu früh verstarb, trat Jürgen Böhler in seine Fußstapfen. Dank bester logistischer Planung hissen die Dekorations-Profis innerhalb eines Tages die bunten Wimpel. Übrigens: Echte „Bändelufhänger" absolvieren beim Besteigen und Umsetzen der Leitern das etwas andere Fitnessprogramm!

Närrischer Geheimcode 2010
Der närrische Geheimcode  2010 hieß  beispielsweise 15-52-2! Des Rätsels Lösung: 15 „Bändelufhänger" der „Hungrigen Stühlinger" sorgten mit 52 Bändeln in den Hanselefarben für närrische Farbe im Stadtbild. Erstmals grüßten 2 Transparente mit dem Aufdruck „Herzlich Willkommen zur Fasnet in Stühlingen".

Zu den „Bändelufhänger" gehören Benjamin und Jürgen Böhler, Daniel Fechtig, Conny und Felix Grüninger, Roland und Tobias Heigl, Manuel Schmidt, Florian Isele, Ralf Kaufmann, Volker Klein, Manfred Schlagholz sowie Regina und Norbert Würth, Frank Geng und Michael Glattfelder.

 
 
 
 
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