Bertel Mack 06.08.2013 - NZ "Hungrige Stühlinger"

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Bertel Mack 06.08.2013

die Zunft > trauert um
 
 

Beerdigung Bertel Mack am 13.08.13

Liebe Trauerfamilie,
sehr geehrte Trauergemeinde,

die Mitglieder der Narrenzunft Hungrige Stühlinger und ganz besonders die Spätlese Narren nehmen Abschied von unserem Ehrenmitglied Bertel Mack.
Bertel Mack (geb. Dietsche) wurde in Wellendingen geboren und ist in der Bahnhofstraße im Hause Kehl aufgewachsen. In diesem Umfeld konnte sie sich dem Narrenvirus nicht entziehen. Die Zieheltern Frieda und Fritz Kehl waren Fasnächtler mit Leib und Seele, was sich unter anderem auch auf Bertel übertrug.
Ihre aktive Zeit in der Stühlinger Fastnacht begann 1949 als Trommlerin der ersten Stühlinger  Trommlergarde. Als Fachverkäuferin im Kaufhaus Stocker war sie nicht nur eine gute Kundenberaterin, sondern konnte auch mit Nadel und Faden umgehen. So war es auch nicht verwunderlich, dass sie, von allen damals „d`Dietsche Bertel" genannt, mitgeholfen hat die ersten Lumpenhansele in der alten, damals unbeheizten Turnhalle zu nähen. Ihren eigenen Lumpenhansele hat sie bereits vor einigen Jahren der Narrenzunft geschenkt. Dieser hängt seitdem in unserer Zunftstube.
Als der Verein 1958 in größter Not war und sich keine männliche Vorstandschaft mehr fand, war sie eine der Frauen, die das Heft in die Hand nahmen und das Narrenschiff in Stühlingen wieder auf Kurs brachten. Das Wieberregiment führte den Verein erfolgreich und übergab die Amtsgeschäfte 1960 an Paul Maier.
Zu dieser Zeit begann die Vorstandstätigkeit von unserer Narremutter Ruth Kehl. Die beiden Frauen bildeten dann ein Duo, das für die Stühlinger Fastnacht ein Glücksfall war. Während Ruth im Vordergrund für den Verein und für die Fastnacht gearbeitet hat, war Bertel im Hintergrund tätig und hat ihr den Rücken freigehalten. Wenn Ruth wieder umtriebig war, hat Bertel immer kühlen Kopf bewahrt. Man hat sich jederzeit auf Bertel verlassen können.
In den 60iger, 70iger und 80iger Jahren waren die Röllis jeden Fasnetmendig zu Gast im Hause Kehl und wer hat die Arbeit gemacht, natürlich unsere Bertel. Beim Wecken am Schmutzige Dunschdig wurden die Narrenwecker immer am Ende der Bahnhofstraße von Ruth verköstigt, natürlich mit Hefezopf von Bertel.  Als dies auf Grund des Alters nicht mehr ging, wurde dieses Frühstück zu Judith in den Napoleon verlagert. Auch hier war sie immer mit dabei. Der Umstand, dass nur die aktivsten Narren ihr unermüdliches Engagement kennen, zeigt das Wesen von Bertel. Sie bewegte sich gerne im Hintergrund und hat dort für die Zunft und für die Stühlinger Fasnacht gearbeitet.
Für ihr 60 jähriges Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz wollten wir sie am Jubiläumsfest, dem 10.01. dieses Jahres, ehren. Leider war es uns nicht mehr vergönnt, diesen Abend mit ihr gemeinsam zu verbringen, da ihr Gesundheitszustand einen Aufenthalt im Konradsaal nicht mehr erlaubt hat.

Umso größer war für mich persönlich die Freude, die wir ihr und vielen anderen Mitbewohnern im Pflegeheim in den Brunnenwiesen gemacht haben. Wie jedes Jahr sind wir am Fasnet-Fritig ins Pflegeheim gegangen, um mit den Senioren ein paar schöne Stunden zu verbringen. An diesem Tag könnte sie noch einmal mit ihren Hansele Fasnacht feiern. Und das hat sie mit vollem Herzen getan.
Liebe Bertel, nun hast du deine letzte Reise angetreten und ich darf dir ganz ehrlich sagen, dass wir dich sehr vermissen werden.
Als Zunftmeister der Narrenzunft Hungrige Stühlinger möchte ich dir heute im Namen aller Närrinen und Narren Danke sagen für all die schönen und lustigen Momente die wir mit dir gehabt haben.
Du warst eine stille Genießerin und dein liebenswertes Lächeln werden wir nie vergessen.
Bertel ruhe in Frieden.

 
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