Kurzgeschichte - NZ "Hungrige Stühlinger"

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Kurzgeschichte

die Zunft
 
 

Die Narrenzunft „Hungrige Stühlinger" hat ihren Namen aus einer geschichtlichen Begebenheit während des Bauernkrieges im Jahre 1524. Von Stühlinger und Bettmaringer Bauern wurde das Kloster St. Blasien gestürmt. Nach der Einnahme zog es die Stühlinger in die Küche und die Bettmaringer in den gut gefüllten Klosterkeller, wo sie sich am Weine labten. Als die Bettmaringer dann Hunger verspürten und sich in die Küche begaben, war dort bereits von den Stühlingern der gesamte Essensvorrat gegessen worden.  Wütend wurden die Stühlinger von den Bettmaringer als "Hungrige" beschimpft. Aus dieser Begebenheit wurde der Name der Zunft abgeleitet.

 
 
 

Das älteste, erhaltene Dokument über Fasnacht ist ein Plakat zum Umzug am Fasnetmendig aus dem Jahre 1871, die gut erhaltene Narrenfahne stammt aus dem Jahre 1896. Der älteste Nachweis, dass in Stühlingen Fasnacht gefeiert wurde, stammt aus dem Jahre 1739, ein Bewirtungsgesuch des Kranzwirts Anton Held. Um die Jahrhundertwende des letzten Jahrhunderts war Johann Abröel Obernarr in unserem Städtchen. Er wurde von den Stockacher Narren sogar zum „Laufnarr" ernannt.

 
 
 
 

Im Jahre 1953 wurde die Narrengesellschaft "Hohenlupfen Stühlingen" gegründet, die später in „Narrenzunft Hungrige Stühlinger" umbenannt wurde. Seit Anfang der 60er Jahre gibt es das Filzhäs mit den Farben rot, schwarz, grün, grau und gelb in genauer Reihenfolge. Eine aus Lindenholz geschnitzte Holzmaske hat einen hungrigen Mund und ein abgemagertes Gesicht mit starken Augenbrauen. Kaum eine Maske gleicht einer anderen, jeder Gesichtsausdruck ist eigenständig. Zum Hansele gehört ein Geiselzopf mit einer Saublodere.

 
 
 

Ein Aufnahmeantrag in die Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte wurde im Jahre 1956 bei der Hauptversammlung in Laufenburg wegen zu geringer historischer Vergangenheit abgelehnt. Die Narrenzunft war im Jahre 1978 Gründungsmitglied der „Narrenvereinigung Kleggau".

Neben den vielen Hansele, sind die „Rölli-Musik", die „Narrenwecker" , die „Bändelufhänger" und die „16-Zäche" während der Fasnacht im Ort aktiv.

 
 
 

Bekannteste Närrin unserer Zunft ist unsere Narrenmutter Ruth Kehl. Seit 1948 engagiert sie sich in der Stühlinger Fasnacht und auch in der Narrenvereinigung Kleggau. Die Zunft wird geleitet vom Zunftmeister Daniel Fechtig und seinem Vize Tobias Heigl.

 
 
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