Narrenwecker - NZ "Hungrige Stühlinger"

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Narrenwecker

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Zeichnung von Heiko Buntru (2020)

 
 
 

Die Narrenwecker, gegründet 1970

Im Jahre 1969 haben einige junge Männer die Stammtischidee aufgegriffen, am Schmutzige Dunschdig als Wecker durch die Stühlinger Straßen zu ziehen. Artur Würth, Roland Heigl, Willi Armbruster, Hans Würth, Al Bermann, Conni Grüninger, Manfred Schlagholz und andere Spaßögel haben diese Idee in die Tat umgesetzt.  Im Jahr darauf zogen dann elf Jungturner im karierten Kittel, deko mit Holzorden von Walter Berg, durch die Stühlin Gassen. Mit Carbid in alten Milchkannen wurden Kanonenschläge erzeugt und mit einer Handsirene wurde Lärm gemacht. Die Gruppe vergrößerte sich dann innerhalb von drei Jahren auf 25 Personen, die dann in verschiedenen Kostümen wie Clowns, Hexen, Gespenster, Ölscheichs, Waschweiber, Zigeuner oder Enten aus Krepp-Papier auf die Straße gingen.

Der damalige Zunftmeister Fritz Kaiser und seine Frau Annemie luden die Narrenwecker in den Weilerhof zum Frühstück ein. Dies geschah drei Jahre lang, dann wurde die Küche im Weiler zu klein und deshalb erklärte sich Ro Porten bereit, den Narrenweckern um 05:00 Uhr morgens im Rebstock das Frühstück zu servieren. Dieser schöne Brauch wurde vom Rebstock-Wirt und seiner Tochter Christine 44 Jahre bis ins Jahre 2018 gepflegt. Seit der Fasnacht 2019 bekommen nun die Narren-Wecker im Café Weilers pünktlich um 05:00 Uhr ein tolles Frühstücks Buffett serviert

Natürlich haben und hatten die Narrenwecker auf ihrem anstrengenden Weg noch mehr Verpfle So waren die Wecker seit 1972 bei Narrenmutter Ruth Kehl und Bertel Mack im Hause Kehl sowie bei Bürgermeister Ernst Rees und seiner Frau Elfriede herzlich willkommen. Leider hat Elfriede Rees das Kochen der wunderbar würzigen Gulaschsuppe im Jahre 2009 aus gesundheitlichen Gründen eingestellt, auch die Einkehr bei Ruth ist seit 2010 leider Vergangenheit. Über viele Jahre wurden die Wecker von Claudius und Regine Kemmerich in ihrem Wohnhaus in der Kalvarienbergstrasse bewirtet. Von 2010 - 2018 wurde im Gasthaus Napoleon bei Judith Henninger eingekehrt, wo wir mit Gulaschsuppe, gekocht von Bine Fröschle (gesponsert von Isolde Schäfer) verköstigt wurden, Die Stühlinger Bankinstitute Sparkasse und Volksbank lassen sich ebenfalls nicht lumpen und empfangen uns seit der Gründung zu einer Stärkung.

Unter der Leitung von Arnfried Win und Peter Waldkircher ließen sich die Narrenwecker jedes Jahr ein neues Kostüm einfallen. So haben wir bereits als Hexen, Wäschwiiber, Zigeu Gespenster, Ölscheichs, Clowns, Enten und vieles mehr die Stühlinger aus dem Schlaf gerissen. Zu den Kostü gehörten natürlich jede Menge Lärminstrumente, wie eine Handsirene der Feuerwehr Münchingen, Ratschen, Wagen mit Sirenen und Vieles mehr. Alles wurde selbst gebaut, hauptsächlich in der „Schruubi" und nicht zu vergessen, die Gaskanonen. Dann wurde das 10jährige Jubiäum in sämtlichen Kostümen aus den vergangenen Jahren gefeiert. Danach entschloss man sich, ein Kostüm anzu das mehrere Jahre benutzt werden sollte. Es entstand ein Kostüm mit breiten Borten, an die Hanselefarben angelehnt und mit einem großen Sombrero.
Auf Anregung von Christa Böhler und Gertrud Schwegler wurden die Narrenwecker Ende der 70iger Jahre vom damaligen Schultes Ernst Rees gegen Mittag im Rathaus empfangen. Daraus ent sich der heutige Narrenemp zu dem alle Narrenvereine aus den Ortsteilen ein werden. Dieser findet inzwischen zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern der Schulen im Schulzentrum in der Hallauerstrasse statt.

Das 20jährige Juäum wurde auf dem Alphof im Sommer 1990 als letzte Amtshand von Arnfried Winterhalder ge Da er zu dieser Zeit als Zunftmei fungierte, hat Gaby Böhler die Leitung der Narrenwecker über Sie leitet die Gruppe heute noch zusammen mit der Kassiererin Lisbeth Eichin.
Zum 25jährigen Jubiläum im Jahre 1995 wurde wieder ein neues Kostüm angefertigt, der ganze Stolz der Narrenwecker. Was eigentlich für ca. 5 Jahre gedacht war, wurde zum Dauerbrenner. Das Kostüm ist aus einem robusten schwarzen Baumwollstoff als „Kutte" genäht und als leuchtender Blickfang wurden breite Stoffstreifen in Neongrün, Neonrot, Neonorange oder Neongelb am Hals, an denÄrmeln und am unteren Abschluß des Kostüms angenäht. Das I-tüpfelchen aber sind die aufgedruckten Wecker mit der Uhrzeit auf 6 Uhr, in den gleichen Farben, wie die Stoffbahnen. Es ist wettertauglich und man kann sich darunter recht warm anziehen.  Mit diesem Kostüm wird auch noch im 50. Jahr nach der Gründung der Narren-Wecker am Schmutzige-Dunschdig 2020 geweckt.

Mit einem kleinen Feuerwerk und abgeschossenen Böllern beginnt auch im Jubiläumsjahr das Wecken. Mit dabei sind immer noch die rollenden Ölfäßer, der Sirenenwagen von Jogi und die rollende Musicbox von Benny und Ralf. Die beiden Gaskanonen wurden in den vergangenen Jahren erneuert, sind aber Grundgerüst des Lärms. Vom Städtle bis ins Dorf soll der Lärm allen Einwohnern zeigen, es isch Fasnet in Stüehlinge. Nach dem etwa einstündigen Wecklärm gibt es einen gemütlichen Einkehrschwung im Gasthaus „Napoleon" bei der neuen Wirtin Silke. Frische Butterbrezel mit einem frisch gezapften Pils schmecken dann besonders den männlichen Weckern. Auf dem weiteren Weg gibt es bei der Kassiererin Lisbeth Eichin und ihrem Mann Hans ein kühles Zäpfle und für die Frauen einen frisch gebrühten Kaffee. Nach dem schweißtreibenden Aufstieg in die Rappenhalde freuen sich die Wecker schon auf die nächste Verpflegungsstation in der Kalvarienbergstraße bei Weckerchefin und Narrenmuetter Gaby Böhler und ihrem Mann Jogi. Von dort geht es dann noch zu den Stühlinger Banken und zum Hamburger Benni. Danach triffft man sich in der Aula der Realschule zum närrischen Empfang der Stadt Stühlingen. Bei bester Stimmung im „Keklik" erwarten die Narren-Wecker dann den Umzug mit dem Narrenbaum.

Behutsam verjüngen sich die Narren-Wecker, jedoch die Meisten sind seit den Anfangsjahren jeden Dunschdig dabei, wenn es heißt: „Narre-Wecker". Leider sind die Namenslisten nicht ganz vollständig, da die Aufzeichnungen sehr begrenzt sind.

Die 11 Narren-Wecker im Gründungsjahr 1970 waren:

Wilhelm Bröcheler, Willi Armbruster, Conni Grüninger, Peter Waldkircher, Arnfried Winterhalder, Manfred Schlagholz, Roland Heigl, Ingrid Heigl, Margot Heigl, Fritz Grießer und Ernst Thiel

Im Jahre 1979 waren aktiv dabei:

Gerhard Isele, Brigitte Würth, Manfred Schlagholz, Arnfried Winterhalder, Gaby Harder, Axel Berg, Angelika Pfaff, Roland Klein, Conni Grüninger, Roland Heigl, Hannelore Hupfer, Elisabeth Hupfer, Anita Heigl, Ingrid Blatter, Regina Tröndle, Peter Waldkircher, Nidja Vosseler, Traudel Harder, Manfred Stritt, Fritz Grießer, Hannelore Scheuch, Helmar Steinmann, Wilhelm Bröcheler

Im 20. Jubiläumsjahr 1990 waren folgende Personen aktiv dabei:

Roland Heigl, Willi Armbruster, Conni Grüninger, Gerhard Isele, Arnfried Winterhalder, Elisabeth Eichin, Gaby Böhler, Regina Tröndle, Anita Heigl, Hannelore Kaiser, Bernadette Nussberger, Silvana Spitz, Jürgen Böhler, Georg Lang, Frank Pieper, Angelika Blattert, Brigitte Würth, Manfred Stritt, Jürgen Bührer, Tine Isele

Am Schmutzige Dunschdig 2005 verstarb unser langjähriges, geschätztes Weckermitglied Gerhard Isele, 35 Jahre nach der Gründung waren aktiv:

Willi Armbruster, Angelika Blattert, Gaby Böhler Jogi Böhler, Jürgen Bührer, Elisabeth Eichin, Conni Grüninger, Anita Heigl, Roland Heigl, Tobias Heigl, Siegfried Käppeler, Hannelore Kaiser, Ralf Kaufmann, Georg Lang, Bernadette Nußberger, Frank Pieper, Silvana Spitz, Torsten Spitz, Sven Stoll, Regina Tröndle, Arnfried Winterhalder, Brigitte Würth


Im 50. Jubiläumsjahr 2020 sind folgende Personen aktiv dabei:

Elisabeth Eichin, Gaby Böhler, Regina Tröndle, Anita Heigl, Hannelore Kaiser, Bernadette Nussberger, Silvana Spitz, Arnfried Winterhalder,  Jürgen Böhler, Georg Lang, Frank Pieper, Ralf Kaufmann, Siegfried Käppeler, Jürgen Bührer, Tobias Heigl, Benjamin Böhler, Mathias Blattert, Mike Bührer, Torsten Spitz, Evi Schlagholz, Jasmin Böhler, Ronny Lizureck, Thomas Gut, Michael Glattfelder, Florian Isele


 
 
 
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